„Alles klar“ an unseren Bächen?"
Ein scharfes „tjiih“ ertönt: Die kleine, blau schillernde Vogelgestalt schießt mit schwirrendem Flügelschlag den Bachlauf entlang. Eine solche Begegnung mit dem Eisvogel ist typisch, denn meist erhaschen wir nur für Sekundenbruchteile einen Blick auf die Farbenpracht des „fliegenden Edelsteins“.
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Nur gut spatzengroß ein Eisvogel mit Beute. Foto: Manfred Delpho |
Und doch ist er einer unserer bekanntesten Vögel. Nicht umsonst wurde er 1973 schon einmal zum Vogel des Jahres gekürt nicht nur als bedrohte Art, sondern auch wegen der Aufmerksamkeit, die seine Schönheit für Anliegen des Naturschutzes gewinnen kann.
Und heute? Warum kommt der Eisvogel nach 36 Jahren wieder in den „Genuss“ dieser Auszeichnung? Die Forderungen des Jahres 1973 haben nicht an Aktualität verloren: Der Eisvogel steht für sauberes Wasser, für naturnahe Bäche, Flüsse und Seen. Für wertvolle Lebensräume, die hierzulande immer noch Mangelware sind, auch wenn der Gewässerschutz Fortschritte gemacht hat. Mit der Wahl des Eisvogels bringen wir neuen Schwung in den Schutz unserer Gewässer, für den Eisvogel selbst, für die faszinierend reiche Lebensgemeinschaft im und am Wasser und für den Menschen. Denn wo der Eisvogel in unserer Kulturlandschaft Lebensraum findet, fühlen auch wir uns wohl und erleben die Natur von ihrer schönsten Seite.
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